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Über das Projekt


Die Schulschließungen während der Covid-19-Pandemie verdeutlichten, dass in vielen EU-Ländern soziale Ungleichheit eines der größten Probleme im Bildungssystem darstellt. Durch den digitalen Unterricht können Bildungs-Ungleichheiten und sozialer Ausschluss noch weiter verstärkt werden. Dies spüren vor allem Schüler*innen, die aus unterschiedlichen Gründen von Benachteiligung betroffen oder bedroht sind. Bekanntlich stellen die sozioökonomische Situation und der Bildungshintergrund der Familien die größte Hürde für die Kinder dar, wenn es darum geht, die Erwartungen der Schulen zu erfüllen - weit mehr als ihre Migrationsgeschichte. Beim Homeschooling zeigte sich, dass die Verfügbarkeit digitaler Geräte, zuverlässigen Internets und eines eigenen Zimmers ganz wesentliche Faktoren für den Lernerfolg sind.

Das Erasmus+ Projekt DigiEdu4All befasst sich mit den ausgrenzenden Momenten, die entstehen können wenn digitale Tools in der Bildung eingesetzt werden, mit der Frage, wie diese vermieden werden und wie alle Studierenden angesprochen und einbezogen werden können. Das Projektkonsortium entwickelt Tools und pädagogische Antworten, um die negativen Auswirkungen des Distance Learning auf die Bildungsgerechtigkeit zu verringern. Umgekehrt soll digitale Bildung als Chance begriffen werden, um neue Wege zu gehen und neue Kompetenzen und Fähigkeiten der Schüler*innen in die Schulpraxis zu integrieren. Wir wollen Lehrkräften Fortbildung und Tools anbieten, um ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Talente ihrer Schüler*innen zu entwickeln. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zwischen vier berufsbildenden höheren Schulen in Linz (AT), Wien (AT), Verona (IT) und Sevilla (ES) und drei Nichtregierungsorganisationen, die im Bereich Global Citizenship Education tätig sind, werden mit Unterstützung eines erfahrenen Bildungstechnologieanbieters die folgenden Fragen in einem zweijährigen Prozess reflektiert und ausgearbeitet:

  • Was können wir dafür tun, dass digitaler Unterricht Chancen eröffnet und nicht schließt?
  • Wie können die großen Bemühungen der Schulen sinnvoll ergänzt werden, um hochwertige Bildung für alle Schüler*innen anzubieten?
  • Wie können wir die von den Schüler*innen mitgebrachten Kompetenzen gut einbinden, auch wenn diese auf den ersten Blick nicht in den Lehrplan passen?
  • Worauf kann bei der Planung und Gestaltung von Unterricht mit digitalen Tools geachtet werden?